Tensegrity

 

Der einfachste Weg, Tensegrity zu verstehen, ist ein Modell in die Hand zu nehmen:

verändert man im Modell eine Struktur, so wird die Verformung im ganzen System verteilt.

 

Doch was hat Tensegrity mit Reiten zu tun?

 

Genau wie das Tensegrity-Modell ist das Myofasziale Netzwerk im lebenden Körper aufgebaut, welches sämtliche Strukturen verbindet.

Spannungen (kinematische Züge) und Fehlspannungen übertragen sich über Muskel-, Band- und Faszien Strukturen in fast jeden Bereich des Körpers.

Beim Reiten treten auf einzigartige Weise der Körper des Reiters und der des Pferdes in Kontakt. Kinetische Züge beider „Tensegrity-Modelle“ übertragen sich auf den jeweiligen Partner und treten so in Wechselwirkung.

Ist ein oder sind sogar mehrere Systemgruppen eingeschränkt / blockiert oder in ihrer Funktion behindert, wirkt sich das beim Reiten in beiden Körpern aus.

Bis zu einem gewissen Grad kann bei einer Fehlspannung zwar nahezu jeder Bereich der Körper zu einer Kompensation beitragen. Ist die Störung jedoch zu stark, ist ein effizienter physiologischer Gebrauch nicht mehr gegeben: Bei Pferd und/oder Reiter kommt es zu Schmerzen und/oder Dysfunktionen, die möglicherweise weit entfernt vom eigentlichen „Problempunkt“ liegen. 

Reiten unter Beachtung dieser Zusammenhänge führt in neue Dimensionen.

 

„You never change things by fighting the existing reality.   To change something, build a new model that makes the existing model obsolete.” »Richard Buckminster Fuller«

“Du schaffst niemals Veränderungen, indem Du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, bilde neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.“

                                  

Tensegrity ist ein englisches Kofferwort aus „Tension“ (Spannung) und „Integrity“

(Ganzheit, Zusammenhalt). Es kommt aus der Architektur und bezeichnet die Richard Buckminster Fuller und Kenneth Snelson zugeschriebene Erfindung eines stabilen Stabwerks, in dem die Stäbe nicht untereinander berühren, lediglich durch Zugelemente (zum Beispiel Seile) miteinander verbunden sind.                                                                                                                                                              Quelle: Wikipedia

 

 

 

Einschränkungen der Bewegungssysteme

 

 

„Gebiss loses Reiten“ gehört zu den Einschränkungen für das System. Der Wirkungsgrad eines Halfters geht über die Nase und endet nur im Genick. Es lieg in der Natur der Sache das sich ein Pferd in den Druck legt oder weicht, wo Druck ausgeübt wird.

 Andere Gebisslose Zäumungen, wie Sidepull / Bosal / Mechanische Hackamore und mehr, gehen in Ihrem Wirkungsgrad ebenfalls nur bis zum Genick.

(Ausnahmen) Geschicke erfahrene Reiter unabhängig im Sitz und Armen können in Ausbildungsfassen diese Hilfsmittel geschickt einsetzen.

 Wirkt man nur mit leichtem Druck in den Mundwinkel ein, streckt sich das Pferd dem Druck entgegen, dies geschieht immer in die gleiche Richtung wie man einwirkt.

Die Energie der Bewegung verteilt sich nun über das Nackenband dem Rückenband und dem ganzen Körper. Damit dies reibungslos geschieht, ist die Voraussetzung hierfür, der richtige Sitz des Reiters, die Integration seines Körpers in die ganze Tensegrity Hierarchie.

 

Der Sattel ist ebenfalls ein entscheidendes Element für die Integration der Systeme „Reiter & Pferd.“  Stahlholz Feder Bäume besitzen diese hervorragende Eigenschaft.

 

Erweitern sie eine Dimension, so erweiter sich jede Dimension. (*Vorwärts abwärts)

 (*Wie bei Fraktalen entstehen immer mehr, kleinere Verzweigungen).

 

Das Spiel mit den Tensegrity Modellen zeigt eine einzigartige Eigenschaft auf, die auf Lebewesen, wie zum Beispiel Pferd oder Reiter, oder beim reiten in der Verbindung beider, übertragen werden kann.

 

"Ist eine oder sind sogar mehrere Systemgruppen eingeschränkt / blockiert oder in ihrer Funktion behindert, wirkt sich das im ganzen Körper aus, die effiziente Nutzung ist nicht mehr gegeben."

 

 *Zum Beispiel: Nasenriemen / Kappzaum ist gleich = einschränkend im Kiefergelenk, Zungenmuskulatur, der Antagonisten Hals- Brustbein Muskulatur, die Kette geht weiter bis in die Hinterhand, in den Zehen aller vier Fuße.

 

Versammelte Bewegung

Vereinzelte Bewegungen


Quelle: XOZZOX DESIGN CONSULT

The Art and Engineering of Tensegrity Structures